Wenn ein Hund zur Familie gehört, ist er der beste Überbringer, den ihr habt. Er hält still, guckt treuherzig, und niemand rechnet damit, dass ausgerechnet er eine Nachricht bringt. Hier kommen Ideen, um die Schwangerschaft mit eurem Hund zu verkünden, plus der Teil, der danach zählt.
Warum funktioniert die Idee mit dem Hund so gut?
Weil die Aufmerksamkeit sowieso bei ihm ist. Wer zu Besuch kommt, begrüßt zuerst den Hund, und genau in diesem Moment sitzt die Nachricht schon an seinem Halsband.
Dazu kommt: Ein Hund macht die Nachricht warm, ohne dass du irgendetwas inszenieren musst. Auf Fotos wirkt das nie gestellt, weil er sich schlicht nicht darum schert, wie er dabei aussieht.
Wie verkündest du die Schwangerschaft mit deinem Hund?
- Ein Halstuch mit Aufdruck. Der Klassiker, funktioniert bei jedem Besuch und bleibt danach als Erinnerung.
- Ein Schild am Halsband, das er bei der Begrüßung trägt.
- Apportieren. Bring ihm bei, ein kleines Päckchen zu holen und zu bringen. Braucht ein paar Tage Übung, wirkt dafür großartig.
- Der Napf. Leg das Ultraschallbild unter seinen Napf und bitte jemanden, ihm Futter zu geben.
- Das Foto. Ein Bild von ihm mit einem winzigen Paar Babyschuhe zwischen den Pfoten, per Nachricht verschickt.
- Der Spaziergang. Nimm ihn zum Familienbesuch mit, alle stürzen sich auf ihn und finden dabei den Anhänger.
Ein praktischer Tipp: Fotografier alles, bevor die Nachricht rausgeht. Sobald der Hund merkt, dass etwas an ihm hängt, wird er versuchen, es abzuschütteln.
Wie machst du ein schönes Foto mit Hund?
Fotos mit Hund misslingen zuverlässig, wenn man sie erzwingt.
- Geh auf seine Augenhöhe, statt von oben zu fotografieren
- Fotografier bei Tageslicht am Fenster, nicht mit Blitz
- Halt ein Leckerli neben die Kamera für den Blick nach vorn
- Mach viele Bilder hintereinander, eines davon sitzt
- Lass ihn vorher auspowern, ein müder Hund hält stiller
Wenn das Foto online gehen soll, lohnt vorher der Blick darauf, wie du die Schwangerschaft auf Instagram verkündest, ohne zu viel preiszugeben.
Merkt dein Hund die Schwangerschaft?
Viele Halterinnen berichten, dass ihr Hund sich verändert hat, lange bevor sie es selbst wussten. Er weicht nicht mehr von der Seite, legt sich an den Bauch, wird anhänglicher oder unruhiger.
Belegt ist das nicht, und wissenschaftliche Studien dazu gibt es kaum. Plausibel ist es trotzdem, weil Hunde Veränderungen im Geruch und im Verhalten sehr fein wahrnehmen.
Bei mir hat sich unser Hund plötzlich jede Nacht vor die Schlafzimmertür gelegt. Ob das Zufall war, weiß ich bis heute nicht. Schön war es trotzdem.
Wie bereitest du deinen Hund auf das Baby vor?
Dieser Teil ist wichtiger als jede Verkündungsidee, und dafür habt ihr jetzt Monate Zeit.
- Regeln früh ändern, nicht erst mit Baby im Haus. Wenn das Sofa oder das Schlafzimmer später tabu sein sollen, gewöhn ihn jetzt daran, damit er es nicht mit dem Baby verbindet.
- Rückzugsort einrichten, an dem er ungestört ist und an den niemand kommt.
- An Babygeräusche gewöhnen, mit leisen Aufnahmen, die du langsam lauter machst.
- Babymöbel früh aufbauen, damit sie nicht plötzlich auftauchen.
- Alleinbleiben üben, falls es bisher selten nötig war.
- Betreuung klären für die Tage rund um die Geburt.
Und ganz praktisch: Sobald das Baby da ist, bekommt der Hund Aufmerksamkeit, wenn das Baby dabei ist, statt wenn es schläft. So verknüpft er das Baby mit etwas Positivem.
Worauf solltest du in der Schwangerschaft achten?
Zwei Punkte gehören dazu, auch wenn sie unromantisch sind.
Toxoplasmose kommt vor allem über Katzen und rohes Fleisch, nicht über Hunde. Wenn dein Hund allerdings rohes Fleisch bekommt, wasch dir nach jeder Fütterung gründlich die Hände.
Wurmkuren und Impfschutz solltest du aktuell halten. Sprich beim nächsten Tierarztbesuch an, dass du schwanger bist, dann bekommst du eine Einschätzung für eure Situation. Und wenn du unsicher bist, was für dich gilt, frag deine Hebamme oder deine Frauenärztin, statt dich durch Foren zu lesen.
Dein nächster Schritt
Besorg ein Halstuch und mach ein Foto, solange du noch die Ruhe dazu hast. Und fang parallel mit den Regeln an, die sich später ändern sollen, weil Hunde Zeit brauchen.
Für den Rest der Familie gibt es eigene Wege, es den Eltern zu verkünden. Und wenn du selbst bastelst, findest du fünf DIY-Anleitungen zum Nachmachen.
Streichel ihn von uns. 🙂
Dieser Beitrag gibt persönliche Erfahrungen und allgemeine Informationen wieder und ersetzt weder ärztlichen noch tierärztlichen Rat.


